Aufstehen ist eine überparteiliche, linksorientierte Sammlungsbewegung. Wir wollen unsere Forderungen auf die Straße tragen und die Parteien zu einer Änderung ihrer Politik bewegen. Keine Politikerin, kein Politiker, keine Partei wird unsere Probleme lösen, wenn wir es nicht selbst tun.

Aufstehen-Stammtisch: Dienstag den 20.01.26!!!
19:00 Stammtisch. Im Bierbrunnen, Klosterstr. 5, 13581 Berlin.
Davor:

"Spandau liest Marx" Theorie und Diskussion schon ab 17:30. Auseinandersetzung mit dem linksliberalen Philosophen Karl Popper.

Der Stammtisch findet statt jeden 3. Dienstag im Monat um 19.00 bis 21.00 Uhr statt.

Anti-Kriegs-Aktion des Friedensplenums Spandau! Am Samstag, dem 22.November auf dem Spandauer Markt:

Bertolt Brecht 1952:

„Das Gedächtnis der Menschheit
für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
Ihre Vorstellungsgabe für kommende
Leiden ist fast noch geringer.

„Das Gedächtnis der Menschheit“, aus: Bertolt Brecht, Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, Band 12: Gedichte 2. © Bertolt-Brecht-Erben/Suhrkamp Verlag 1988.

Zum Nachdenken: Walter Benjamin, Kapitalismus als Religion 1921

„Im Kapitalismus ist eine Religion zu erblicken, d.h. der Kapitalismus dient essentiell der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen, Unruhen, auf die ehemals die so genannten Religionen Antwort gaben.
(…)
Der Kapitalismus ist vermutlich der erste Fall eines nicht entsühnenden, sondern verschuldenden Kultus. Ein ungeheures Schuldbewusstsein das sich nicht zu entsühnen weiß, greift zum Kultus, um in ihm diese Schuld nicht zu sühnen, sondern universal zu machen, dem Bewusstsein sie einzuhämmern und endlich und vor allem den Gott selbst in diese Schuld einzubegreifen um endlich ihn selbst an der Entsühnung zu interessieren.
(…)
Es liegt im Wesen dieser religiösen Bewegung, welche der Kapitalismus ist, das Aushalten bis ans Ende, bis an die endliche völlige Verschuldung Gottes, den erreichten Weltzustand der Verzweiflung auf die gerade noch gehofft wird.
Darin liegt das historisch Unerhörte des Kapitalismus, dass Religion nicht mehr Reform des Seins sondern dessen Zertrümmerung ist. (…)“

Kapitalismus als Religion ist ein vielfach rezipiertes Fragment des deutschen Philosophen Walter Benjamin aus dem Jahr 1921. Es blieb zu Lebzeiten unveröffentlicht. Benjamins Ansatz wird vor allem im Zuge von Religions- und Sozialkritik oder der Schulbildung rezipiert, dennoch wird der Kapitalismus selten in einer Systematik von Weltreligionen berücksichtigt – wohl gerade wegen den von Benjamin beschriebenen Mängeln.

Das waren noch Zeiten: Wer diese Berichterstattung von 1967 vergleicht mit der gegenwärtigen, kann nur noch staunen: (Video ca.42 Min.):